Kinderbuchautorin besucht Wolfsburger Vorlesepaten
Zu ihrer letzten Sitzung der Wolfsburger Vorlesepaten am 1. September hatte sich die Wolfsburger Kinderbuchautorin und fünffache Mutter Tatjana Weih angekündigt. Sie folgte der Einladung, um den ehrenamtlich engagierten Wolfsburgern ihre Arbeit vorzustellen. Mit ihren Büchern im Gepäck kam sie ins Café Extrem und erzählte von der Idee bis zur Fertigstellung ihrer Bücher und nahm die Vorlesepaten mit in ihre Kinderbuchwelt. Gespannt folgten sie ihren Worten.
Informationen über Frau Weih finden sie auch unter www.tatjana-weih.de
Einen herzlichen Dank an Frau Weih für ihr Kommen und an Frau Fieting für die Organistaion. Es war ein gelungener und kurzweiliger Nachmittag!
Aus der Seminararbeit: Bevor wir sprechen können-Kommunikation mit und ohne Sprache
Unter der Leitung von Vera Beier setzten sich 6 Erziehrinnen mit den Signalen von Babys und Kleinkindern auseinander und entwickelten Ideen, wie sie eine gelingende Kommunikation zu ihren Schützlingen aufbauen können.
Einer der praktischen Übungen bestand darin, der Füttersituation in der Rolle des Kindes nachzuspüren.
- Wie fühlt es sich an, wenn die Mutter unter Stress ist und alles ganz schnell gehen soll?
- Wie geht es dem Kind, wenn die Mutte abgelenkt ist und keinen Blickkontakt hält?
Stimmen der Teilnehmerinnen:
Berührt hat mich, wieviel in der Schwangerschaft schon passiert und wie wichtig dies für die weitere Entwicklung ist.
Für meinen Arbeitsalltag habe ich mitgenommen.....
...mir noch mehr Zeit zu nehmen für jedes einzelne Kind, besonders in der Wickelsituation!
... mehr und gezielter zu beobachten!
... mehr Verständnis für die Eltern aufzubringen!
Coaching für Kita Leitungen
Dreizehn Kita Leitungen aus Wolfsburg haben sich im September 2009 auf den Weg gemacht, ihre Rolle als Leitungskraft und alle dahinterliegenden Themen zu reflektieren. Nach eineinhalb Jahren Weiterbildung sind sie erfolgreich in die Ziellinie eingelaufen.
In einem feierlichen Rahmen wurde den dreizehn Leitungskräften das wohlverdiente Zertifikat von Frau Kirsch (Leiterin des Gechsäftsbereiches Jugend) und Frau Löbermann (Mitarbeiterin der KITA Fachberatung und Seminarleitung) übergeben.
Während der Weiterbildung haben die verschiedensten Herausforderungen auf die Kita Leitungen gewartet. Über die thematische Auseinandersetzung zu Themen wie Führung, Rollenverständnis, Haltung, Kommunikation, Teamentwicklung und Projektmanagement, haben die Leitungen ihre konktreten Themen in Praxistransfertagen und Supervisionsgruppen reflektiert und diskutiert. Diplom Psychologin Luitgard Mager-Prenner hat den Gesamtprozess unterstützt.
Während der Auftaktveranstaltung haben die Kita-Leitungen den Hoch-und Niedrigseilgarten der Fachhochschule Braunschweig-Wolfenbüttel "erklettert". Hier galt es zum einen eine Gruppe zu werden und zum anderen die eingenen Herausforderungen wahrzunehmen und zu reflektieren.
Nach eineinhalb Jahren Weiterbildung ist als Resümee klar und deutlich geworden, dass das hohe Engegement und die intensive Mitarbeit der Leitungskräfte die Weiterbildung zu dem gemacht hat was sie war und ist: Eine große Bereicherung für alle Seiten.
Das Netzwerk, dass sich in der Zeit entwickelt hat, ist hilfreich in vielerlei Hinsicht. Die Kita Leitungen können sich in Zukunft bei Fragen gut unterstützuen und Best Practice Erfahrungen austauschen. Ich danke allen Mitwirkenden für die gewinnbringende Zusammenarbeit und freue mich schon heute auf Begegnungen mit euch.
Herzlich
Marion Löbermann
Bericht vom Seminar: Neue Autorität und systemisches Elterncoaching
Neue Autorität und Stärkung der Präsenz von Eltern und pädagogischen Fachkräften - mit diesen Inhalten setzten sich 12 Teilnehmerinnen, unter der Leitung von Martin Lemme (Dipl. Psychologe, Systemischer Lehrtherapeut und Supervisor), auseinander.
Die gelungene Kombination von Erfahrungsübungen mit fachlichen Inputs und praktischen Anwendungen anhand von Fallbeispielen der Teilnehmerinnen, trugen dazu bei, dass Ideen zur Umsetzung in der Praxis entwickelt werden konnten.
Dazu Marina Schmidt: »Ich konnte viele Eindrücke und Ansätze für die Praxis mitnehmen und es war mir besonders wichtig, dass Fallbeispiele aus dem Alltag nachgespielt und "bearbeitet" werden konnten.«
Übung: Familiendynamik sichtbar machen ...

- Ein Kind steht zwischen den Eltern und bekommt einen Machtvollen Platz!

- Das Kind spürt seine Eltern wieder handlungsfähig!
... und die Wirkung spüren, wenn Eltern mehr Präsenz gewinnen und sich Unterstützer geholt haben.

Eine Teilnehmerin: »Haltung braucht auch immer eine Methode«
Wir erfuhren die einzelnen Schritte, um eine wirkungsvolle Ankündigung an das Kind vorzubereiten und erarbeiteten diese für verschiedene Fallbeispiele aus der Praxis.
Im Rollenspiel wurde die Ankündigung erprobt und die Wirkung auf das Kind, die Eltern und die pädagogische Mitarbeiterin reflektiert.
Ein Beispiel: Wir haben gesehen, dass Du viel Streit hattest und machen uns Sorgen um Dich.
Wir dulden nicht mehr, dass anderen Kindern weh getan wird, daher werden wir Dich ab sofort gut beobachten und sofort einschreiten.
Wir werden Dir eine Rückmeldung geben, wo Du anderen weh getan hast und wo Du mit anderen Kindern gut klar gekommen bist.
Überleg Dir eine Wiedergutmachung für die Gruppe. Wenn Du Hilfe brauchst, kannst Du Dich an uns wenden.
Du bist uns Wichtig! Wir möchten, dass Du viele Freunde findest!
Buchtips vom Referenten zum Thema:
- Autorität durch Beziehung ; Haim Omer, Arist v Schlippe
- Werkstattbuch Elterncoaching; Arist v Schlippe, Michael Grabbe
- Systemische Interventionen; Arist v Schlippe, Jochen Schweitzer
Weitere Stimmen der Seminarteilnehmerinnen:
S. Linhardt: »Lebendig, authentisch, präsent, informativ, einfach nur gut.«
D. Werner: »Es war wunderbar hier "präsent" gewesen zu sein!«

Für das Seminar "Neue Autorität und Elterncoaching" haben wir eine Zuwendung von der Volksbank BraWo Stiftung erhalten. Wir danken der Volksbank BraWo Stiftung sehr für ihre Unterstützung.
Krippen in Wolfsburg - Räume zum Wachsen: Fortbildung für ErzieherInnen
Wie wird es möglich, dass aus einem Raum in der Ecke einer Kita, zwei pädagogischen Fachkräften, einer Gruppe kleiner Kinder und zwei Handvoll junger Eltern eine Krippe wird, die den Titel "Raum zum Wachsen" wirklich verdient?
Im Rahmen des schnell voranschreitenden Krippenausbaus in unserem Land ist auch Wolfsburg nicht faul sondern bringt die Einrichtung neuer Krippengruppen kontinuierlich weiter auf den Weg. Da kommt natürlich mit jeder neu eingeweihten Gruppe die Frage einher, wie man/frau "es gut hinbekommt". Es ist schließlich keine Neuigkeit in der Fachwelt, dass die in Deutschland geltenden Rahmenbedingungen für Krippenarbeit - im Wesentlichen 2 Fachkräfte mit 15 Kindern von 0 bis 3 Jahren - laut den Kollegen aus Forschung und Wissenschaft eine frühkindliche Bildungsarbeit nach modernen Gesichtspunkten nicht zulassen. Schauen Sie sich zum Vergleich die Empfehlungen der EU oder der Bertelsmann-Stiftung oder der GAIMH im Internet an! Es ist also bei pädagogischen Fachkräften fundiertes Know-How gefragt, um aus den pädagogischen Handlungsmöglichkeiten einen möglichst guten "Raum zum Wachsen" zu gestalten. Mit "Raum" ist an dieser Stelle nicht nur eine kluge und SINN-volle Spielraumgestaltung gemeint sondern vor allem die Gestaltung der Beziehungen zwischen den Mitgliedern der Krippengruppe: ErzieherInnen, Kindern und Eltern. Die Qualität der Beziehungen wird am Ende bestimmen, ob jedes einzelne Kind den ihm gebotenen Spielraum in der Krippe neugierig und sicher benutzt, um seine Bildungsthemen zu bearbeiten. Kinder müssen sich sicher sein, dass ihre Bezugspersonen aufmerksam und offen für ihre Bedürfnisse sind. Dann werden sie sich sicher fühlen und selbst aktiv spielend ihre Umgebung erkunden. Täglich wiederkehrende Tätigkeiten wie Mahlzeiten, An- und Ausziehen oder Körperpflege bieten wichtige Bildungsgelegenheiten. Diese Situationen gut zu gestalten ist neben einer individuellen, behutsamen Eingewöhnung ein wesentlicher Kernpunkt von Krippenarbeit.
Seit 2009 gibt es in Wolfsburg eine Jahresfortbildung für pädagogische Fachkräfte, die sich für die Arbeit mit Kindern von 0 bis 3 Jahren qualifizieren wollen. Die Fortbildungsreihe ist ein Kooperationsprojekt von KITA Fachberatung und Fabi und wird finanziell von Stadt und Land getragen.
14 Teilnehmende ErzieherInnen können sich in jedem Jahr auf den Weg machen, ihren Krippenarbeitsplatz in Richtung eines "Raumes zum Wachsen" weiterzuentwickeln. Verschiedene Referenten aus ihren jeweiligen Berufsfeldern greifen Themen auf wie Moderne Lernpsychologie, sensorische und motorische Entwicklung, Gesundheit, Gesprächsführung, Alltagsgestaltung in der Krippe, Arbeit mit unterschiedlichen Familien u.v.m.. Die Teilnehmenden erarbeiten sich die Themen sowohl fachtheoretisch als auch reflektiv. Für die KITA Fachberatung begleite ich die Lernprozesse fortlaufend. Immer wieder wird miteinander diskutiert, wie das Fachwissen in die Krippenpraxis zu transportieren ist. Dabei werden nicht nur Grenzen pädagogischer Ideen deutlich sondern auch überraschende Lösungsmöglichkeiten gefunden werden. Da die wichtigste Ressource in der Arbeit mit Kindern die eigene Person ist, geht es bei allem Engagement für die Kinder auch um Themen der Abgrenzung und Selbstpflege, um die eigene Gesundheit zu erhalten.
Auf den Fotos (die Sie in einigen Tagen hier finden werden) ist die Vielfalt der Lernmethoden gut zu erkennen. Selbsterfahrung im Bereich sensorische und motorische Entwicklung - und zwar auf dem Boden - hat genau so ihren Platz wie Fachreferate, der intensive Gruppenaustausch über theoretische Themen oder Erfahrungen bei Besuchen in anderen Krippen.
Über diese Fortbildung, aber auch im Rahmen der vier mal jährlich stattfindenden "Fachkonferenz Krippe" entstehen regionale Netzwerke von Fachkräften, die wesentlich zur Qualitätsentwicklung Wolfsburger Krippen beitragen werden.
Elke Mrosek
Bericht von der Fortbildung am 22.09.2010
Spielst du noch, oder lernst du schon?
Verhaltensschemata bei Kindern entdecken und fördern
Unter der Leitung von Dr. Sybille Gerloff begaben sich 16 Teilnehmerinnen aus Kindertagesstätte und Schule auf die spannende Suche nach Verhaltensschemata von Kindern, welche sich im kindlichen Spiel zeigen.
Erkenntnisse aus der Fortbildung:
- Kinder benötigen viele sich wiederholende Primärerfahrungen, im besten Fall mit Lust und Freude, um grundlegende Verhaltensmuster in Form von sogenannten Verhaltensschemata im neuronalen Netzwerk abzuspeichern.
- Über das Vernetzen einfacher Schemata entwickeln Kinder ihr je besonderes Selbstkonzept, sowie Motivations- und Handlungskonzepte, also die vorstellung davon, wer sie sind, was sie erreichen wollen und wie sie es erreichen können.
- Die Aufgabe von pädagogischen Fachkräften besteht darin, zu beobachten welches Schemata das Kind momentan beschäftigt. Die Anzeichen dafür finden sich in den Bewegungsabläufe und Handlungen im Spiel des Kindes.

- Die Teilnehmerinnen entdecken auf eigenen Zeichnungen und anhand von Fotos spielender Kinder, die jeweiligen Schemata und deren Bedeutung.
"Linienmuster" sind Basisschemata.
- zur Einordnung von Verhaltensschemata gilt es zu bedenken: Routinen bzw. vertrautes Verhalten, also das Abrufen eines Schema, wird hörbar und sichtbar eingesetzt, wenn ein Kind unsicher ist, Angst hat, sich bedroht fühlt, oder wenn es im Moment nicht weiß wie es weitergeht und es einfach neugierig etwas ausprobiert. Kinder benutzen je nach Situation verschiedene emotionale, soziale, motorische oder kognitiver Verhaltensmuster, um mit der Welt zurecht zu kommen.

- Gruppenarbeit:Was ist eine Entdeckung?
- im Austausch mit Eltern können Eindrücke über die Spielwelt des Kindes ausgetauscht werden, deren Bedeutung für die Entwicklung bewußt gemacht und gemeinsam überlegt werden, mit welchen Materialien und Impulsen das Vertiefen der Schemata angeregt werden kann.
- Der Kindergarten und die Schulkindbetreuung können einen behüteten Freiraum bieten, in dem Kinder Erfahrungen machen können, die heute in der normalen Lebensumwelt nur noch eingschränkt möglich sind und somit wichtige Grundlagen für das spätere Lernen legen.
Buchempfehlungen zur Schaffung einer anregenden Umgebung:

Die Rückmeldungen der Teilnehmerinnen machten deutlich, dass...
... durch das neu gewonnene Wissen eine größere Sicherheit gewonnen wurde, um das kindliche Spiel nach außen fundierter vertreten zu können.
... sich die Pädagoginnen darin bestärkt gefühlt haben, die Kinder genau in ihrem Spiel zu beobachten und einzuordnen welches Schemata die Kinder schon gelernt haben, welches sie gerade eifrig üben und welche ihnen in schwierigen Situationen Halt geben.
... sie neu angeregt wurden, Experimentier- und Erlebnisräume für ihre Kindergruppe zu schaffen bzw. zu erhalten.
... viele Möglichkeiten entdeckt wurden, Kinder in ihrer weiteren Entwicklung anzuregen, indem an dem Schemata angestzt wird, welches das Kind gerade besonders interessiert und beschäftigt.
Urlaubszeit in Südafrika - Eine Mitarbeiterin berichtet!
Khumbulani children´s day care centre -
ein Platz für HIV-infizierte und an AIDS erkrankte Kinder im Township Khayelitsha am Rande von Kapstadt in Südafrika
Claudia Krebs, Mitarbeiterin der Kita Fachberatung, möchte Ihnen ihr Spendenprojekt in Südafrika vorstellen.
Nachdem Claudia Krebs, 1987 auf dem Kirchentag in Berlin, den Friedensnobelpreisträger Erzbischof Desmond Tutu und die damalige Ehefrau von Nelson Mandela, Winnie Mandela erleben durfte, entdeckte sie ihre Leidenschaft für den Kampf gegen die Apartheid in Südafrika.
Schon früh engagierte sie sich in Initiativen und verlor ihren größten Wunsch, einmal im Leben nach Südafrika zu reisen, nicht aus den Augen. 1996 war es dann soweit. Mit gesammelten 300 DM im Gepäck für "irgendeinen" Kindergarten besuchte sie ihren Bruder, der in Johannesburg studierte. Das Geld wurde einem Kindergarten im Township SOWETO überreicht und die ersten Kontakte wurden geknüpft.
Das Land, die Menschen, die Kulturenvielfalt und die Landesgeschichte ließen sie nicht mehr los. Sie organisierte in ihrem Wohnort Vechelde mehrere Spendenveranstaltungen und sammelte jährlich Gelder für ein Kinderheim für AIDS kranke Kinder in Pretoria.
Über südafrikanische Freunde erfuhr sie vom Khumbulani children´s day care centre im Township Khayelitsha in Kapstadt.
Khumbulani ist Xhosa und bedeutet "You must remember" - Erinnere dich.
Khumbulani wurde im Jahr 2000 von ein paar Frauen gegründet und ist ein Ort für HIV infizierte und/oder an AIDS-erkrankte Kinder und Jugendliche. Derzeit werden in einem Haus 160 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 18 Jahren begleitet und betreut. Sie können morgens früh kommen und am Abend zu ihren Familien zurückkehren. Manche Kinder haben keine Familien mehr und bleiben im Haus.
Für Kinder bis 6 Jahren ist der Besuch wie in einem Kindergarten. Spielen, singen, tanzen, lernen, malen und tägliches Essen gehören zum Alltag.
Für ältere Kinder gibt es die Möglichkeit Hausaufgaben zu machen, eine warme Mahlzeit zu bekommen und an den Nachmittagsangeboten teilzunehmen. Für an AIDS erkrankte Erwachsene gibt es eine Suppenküche, die täglich Essen zubereitet und von den Jugendlichen verteilt wird.






